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Die biblische Grundlage für Missionen: Gottes Herz war schon immer bei den Nationen

Geschrieben von Jimmy | 6. Feb 2026

Missionen sind keine reine Idee des Neuen Testaments. Es ist kein Nebenprojekt, das Jesus am Ende der Bibel hinzugefügt hätte. Von Anfang an war Gottes Herz auf alle Nationen ausgerichtet.

Wenn wir über Missionen sprechen, geht es eigentlich um Gottes langen, beständigen Plan, die ganze Welt durch Menschen zu segnen, die „Ja“ sagen. Lass uns einen Schritt zurücktreten und sehen, wie die ganze Bibel darauf hinweist.



Gottes Versprechen galt nie nur einem Volk

Viele denken, das Alte Testament sei hauptsächlich darüber, dass Gott ein Volk erwählt und den Rest ignoriert. Wer genau hinsieht, merkt: Die Geschichte ist anders. Schon ganz am Anfang wird Gottes Plan und Absicht klar.

Genesis 12,1–3 ist entscheidend:

„Ich werde dich segnen… und durch dich sollen alle Völker auf der Erde gesegnet werden.“

Gott wählt Abram (später Abraham), nicht weil er nur ihn liebt, sondern damit alle erreicht werden können. Dieses Muster taucht immer wieder auf:

  • Israel ist erwählt, um Gott den Nationen zu zeigen
  • Sie sollen ein Königreich von Priestern sein (Exodus 19,5–6)
  • Die Psalmen rufen die Nationen immer wieder dazu auf, den Herrn zu loben (Psalm 67, Psalm 96)

Gottes Volk sollte Seine Gegenwart nie für sich behalten, sondern sie weitertragen. Erwählung war schon immer missionarisch gedacht.

Jesus macht die Mission unmöglich zu übersehen

Im Neuen Testament wird Gottes Herz für die Nationen noch deutlicher. Jesus bekräftigt die Mission nicht nur – er lebt sie und überschreitet ständig Grenzen:

  • Ethnische Grenzen: Samariter, Römer
  • Soziale Grenzen: Frauen, Arme, Ausgegrenzte
  • Religiöse Grenzen: Sünder, Steuereintreiber

Nach seiner Auferstehung macht er es glasklar:
„Geht hin und macht alle Nationen zu Jüngern…“ (Matthäus 28,18–20)

Das ist kein Vorschlag für nur ein paar Leute, sondern ein Ruf an alle, die Jesus folgen. Die Große Kommission ist die Einladung, an dem teilzunehmen, was Gott schon immer getan hat. In der Apostelgeschichte sehen wir es live:

  • Apg 1,8: Jerusalem → Judäa → Samarien → bis an die Enden der Erde
  • Apg 10: Peter und Cornelius überwinden ethnische Barrieren
  • Apg 13: Antiochia startet gezielte interkulturelle Aussendungen

Das Evangelium kann nicht stillstehen. Wenn die Kirche aufhört, die Botschaft hinauszutragen, hört sie auf, sich mit Gottes Herz abzustimmen.

Die Bibel endet, wo Gott es schon immer vorgesehen hat

Die Bibel endet nicht mit einem Volk, einer Kirche oder einer Kultur. Sie endet mit allen Nationen. Offenbarung 7,9 zeigt die Ziellinie:

„…eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen, vor dem Thron stehend…“

Alles führt seit Genesis hierhin. Die Bibel beginnt im Garten mit einer Familie. Sie endet im Lobpreis mit einer globalen Familie.

Das verändert, wie wir Missionen heute sehen. Missionen sind nicht:

  • Ein westliches Projekt
  • Ein kurzfristiges emotionales Erlebnis
  • Ein Programm nur für besonders spirituelle Leute

Missionen sind Gottes Art, Geschichte zu ihrem Ziel zu führen. Und er wählt dafür gewöhnliche Menschen, die bereit sind zu gehen, zu senden, zu beten, zu geben und zu gehorchen.

Deinen Platz in Gottes Mission finden

Zögerlichkeit, in Missionen einzusteigen, liegt oft nicht am Herzen, sondern daran, dass man sich selbst nicht in der Geschichte sieht. Die Schrift zeigt: Missionen ist der natürliche Überlauf, wenn man Gott kennt. Sobald du siehst, wie die Bibel nach außen weist, lautet die Frage nicht mehr: „Sind Missionen biblisch?“
Sie wird: „Welche Rolle soll ich in dieser Geschichte spielen?“

Wenn die Bibel eine einheitliche Geschichte ist, in der Gott die Nationen durch sein Volk segnet, dann sind Missionen nicht optional – sie prägen uns. Einige Wege, zu antworten:

  • Lies Genesis 12, Matthäus 28 und Offenbarung 7 zusammen. Welcher Faden fällt dir auf?
  • Frag Gott, wo dein Herz klein oder nach innen gerichtet ist
  • Achte darauf, welche Nationen oder Volksgruppen etwas in dir bewegen
  • Halte deine Pläne locker und lass Gott dazwischenfunken
  • Nimm dir fünf Minuten und frag den Heiligen Geist: „Was ist mein nächstes ‚Ja‘ in Deiner Mission für die Nationen?“ Schreib es auf und bete dafür.

Gott sendet schon immer sein Volk, um die Welt zu segnen. Die Frage ist nicht, ob er das noch tut, sondern ob wir bereit sind, uns ihm anzuschließen.